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Schmuck und Design aus Wetzlar

Und dann machte es „Ping"

Meinen ersten Goldschmiede-Kurs habe ich vor einigen Jahren gemacht. Damals konnte ich mir nicht vorstellen ein echtes Schmuckstück anzufertigen aber dann kam doch etwas sehr Schönes heraus. Doch bis dahin musste ich noch einige Feinarbeiten lernen.

goldschmiedekurs erfahrungDer erste Kursabend fing in einer sehr freundlichen Atmosphäre statt, die auch erhalten bleiben sollte. Wir vier Kursteilnehmer wurden in Zweier-Gruppen aufgeteilt. Während die eine Gruppe mit der Goldschmiedin Andrea an die Arbeitsplätze in den hinteren Werkstatträumen verschwand, nahm ich an meinem Arbeitsplatz teil und wurde aufgefordert doch erst einmal ein Probestück anzufertigen. Ich musste erst einen Kreis aussägen, dann aus diesem ein unregelmäßiges Dreieck, welches wiederum an einer beliebigen Stelle auf dem Kreis aufgelötet werden sollte. So weit so gut. Hörte sich nicht weiter schwierig an. Aber dann folgte ein ums andere Mal der Satz „Frau B., Sie sollen neben der Linie sägen. Nicht auf der Linie und auch nicht hinter der Linie." Im Kreis sägen ging ja noch einiger maßen aber geradeaus sägen sollte nicht meine Lieblingsbeschäftigung werden und ist es bis heute nicht geworden. Meine Säge „erfreute" mich auch häufiger mit einem kleinen „Ping". Immer das Zeichen dafür, dass es an der Zeit war, ein neues Sägeblatt einzuspannen. Bei alldem strahlte Herr Krause eine Ruhe aus, die nur noch von seiner Geduld übertroffen wurde. Er erklärte wirklich jeden Handgriff, jeden Arbeitsschritt mit einer Geduld die nur wenige Menschen zueigen ist. Anhand des Probestückes lernte ich also sägen, feilen, beizen und löten. Und erhielt zur Belohnung mein erstes angefertigtes Schmuckstück, einen kleinen Kettenanhänger. Das ober erwähnte „Ping" begleitete mich auch durch die verbleibenden Abende des Kurses und auch durch die weiteren Kurse. In meinem vierten Kurs habe ich von einer anderen Kursteilnehmerin ein nettes kleines Mantra gelernt: „Om. Ich bin eins mit meiner Säge. Om" Und es half tatsächlich. Mein Verbrauch an Sägeblättern reduzierte sich an diesem Abend doch erheblich.


Mein Respekt vor allen kreativen Handwerken ist durch die Kurse an denen ich in der Goldschmiede teilnehmen konnte und auch durfte sehr gestiegen. Diese Arbeit erfordert zum Einen Fantasie, Geduld und auch Ausdauer (letzteres zumindest bei uns Laien) aber auch eine unglaubliche Kraft für manche Arbeitsschritte. Wer einmal eine gefühlte Ewigkeit Draht gezogen oder Blech gewalzt hat, der weiß, er braucht keine „Mucki-Bude" mehr, denn Muckies kommen bei der Arbeit an den Schmuckstücken von ganz alleine.

Wie Sie den Bericht entnehmen können bin ich eine mehrfach „Täterin" und ich werde auch noch einen weiteren Kurs belegen. Mein Eindruck ist, wer einmal einen Goldschmiede-Kurs mitgemacht hat, macht noch mindestens einen weiteren. Vielleicht trauen sich ja in Zukunft auch einmal ein paar Herren der Schöpfung in die Kurse. Ein von Ihnen gefertigtes Schmuckstück ist sicher das Schönste was Sie schenken können.

Was ich an den Goldschmiede Kurse sehr mag sind ganz verschiedene Dinge. Zum einen konnte ich meine eigene Kreativität entdecken und erhielt auch die Förderung diese auszuleben. Mir stand sowohl Herr Krause als auch seine Goldschmiedin jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Ich lernte auch sehr unterschiedliche und interessante Menschen kennen, die allesamt sehr schöne Schmuckstücke anfertigten, jeder auf seine Weise. Auch die Gespräche und der Humor während der Abende sind sehr schön bzw. interessant.

Susanne B. Juni 2010 (Teilnehmerin seit 2007)

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